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„Und eisig weht der kalte Wind“

6. Oktober 2022

Eine Lesung mit Ricardo Lenzi Laubinger

Ricardo Lenzi Laubinger, Vorsitzender der Sinti-Union Hessen, erzählt von der Lebens- und Leidensgeschichte seiner Familienangehörigen. Viele von ihnen wurden im Nationalsozialismus verfolgt und in Konzentrationslagern ermordet.
Er schildert die Situation heute und wie sich die Diskriminierung von Sinti*zze und Rom*nja fortsetzt.

Veranstaltet von der Vereinigten der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, KreisvereinigungOffenbach und der Sinti-Union Hessen

Kooperationspartner: Demokratie leben!, Bündnis Bunt statt braun OF, Geschichtswerkstatt OF, Initiative Offenbach Solidarisch (LOS), Naturfreunde OF, Stadtschüler*innenrat OF, ver.di OF.

Dieses Projekt wurde gefördert von der Partnerschaft für Demokratie Stadt Offenbach am Main im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport.

Die Veranstaltung fand statt am Dienstag, den 18. Oktober 2022 um 19:30Uhr in der Stadtbibliothek Offenbach a.M.

75 Jahre VVN

2. März 2022

Zum Überfall auf die Ukraine durch Russland hat die VVN-BdA eine Erklärung verfasst.

2. März 2022

Den Link zur Erklärung „Die Waffen nieder!“ findet man hier: 

Aufruf zum Ostermarsch 2022 in Frankfurt

22. Februar 2022

Die Welt braucht eine neue Entspannungspolitik und internationale Kooperation!

Es herrscht wieder Angst vor einem Krieg in Europa. Die politische und militärische Lage an der ukrainisch-russischen Grenze ist brandgefährlich. Kriege und militärische Auseinandersetzungen nehmen weltweit zu. Daneben stehen wir vor weiteren großen globalen Herausforderungen: Pandemien, Klimakrise, Hungersnöte, wachsende soziale Spaltung, Vermüllung von Land und Meeren, Artensterben. Viele Landstriche bieten keine Lebensperspektive mehr, sodass Millionen Menschen zur Flucht gezwungen sind.

Wir fordern von der neuen Regierungskoalition ein Umsteuern in der Außen- und Militärpolitik. Die Auslandseinsätze der Bundeswehr müssen – gerade nach den Erfahrungen des verheerenden Afghanistan-Krieges – beendet und durch eine neue internationale Friedens- und Sicherheitsarchitektur ersetzt werden. Die Bundesregierung muss der Vertragsstaatenkonferenz des UN-Atomwaffenverbotsvertrages beitreten. Atomwaffen, die in Deutschland einsatzbereit lagern und sogar treffsicherer gemacht werden sollen, müssen abgezogen werden.

Nach der Koalitionsvereinbarung sollen die Aufrüstungspolitik und die 2-Prozent -Forderung der NATO sowie eine weitere EU-Militarisierung realisiert werden. Die Gelder für diese weiter forcierte Hochrüstung fehlen im Bereich der Sozialpolitik, der Bildung, der Gesundheit, der Ökologie und in allen weiteren Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Wir fordern dagegen, dass Deutschland und die EU die folgenden Beiträge zur Bewältigung der Menschheitskrisen auf den Weg bringen:

• die Initiierung von Verhandlungen über eine neue europäische Friedens- und Sicherheitsordnung im Rahmen der OSZE;

• darin eingeschlossen Verhandlungen zur friedlichen Klärung der Ukraine-Krise unter Berücksichtigung der Sicherheitsbedürfnisse aller, keine militärische Aufrüstung der Ukraine;

• ein deutlicher Ausbau von zivilen, gewaltfreien Instrumenten zur innerstaatlichen und internationalen Konfliktbearbeitung, durch die Stärkung der UNO-Institutionen.

• die verstärkte und rasche Bereitstellung von finanziellen Mitteln und technologischer Unterstützung für den Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft in den Staaten des globalen Südens;

• die Initiierung einer neuen, humanen und menschenrechtskonformen europäischen Asyl- und Migrationspolitik sowie die Beendigung aller Abschiebungen;

• die Initiierung einer neuen, humanen und menschenrechtskonformen europäischen Asyl- und Migrationspolitik sowie die Beendigung aller Abschiebungen;

• der Einsatz für einen weltweiten Zugang zu Impfstoffen gegen die Corona-Pandemie und andere Seuchen;

• die gerechte Einbindung der Länder des globalen Südens in das globale Wirtschaftssystem, für ein menschenwürdiges Leben aller.

Der deutsche Beitrag zu einer glaubhaften Krisenbewältigung erfordert

• keine europäischen Rüstungsprojekte und kein Ausbau einer europäischen Armee,

• Verbot jeglicher Rüstungsexporte,

• keine Entwicklung und Anschaffung bewaffneter Drohnen,

• Stopp aller militärischen Auslandseinsätze,

• Beendigung der Stationierung von Atomwaffen in Deutschland.

Dafür werden wir mit vielfältigen Aktionen an Ostern auf die Straße gehen.

Diesen Ostermarsch-Aufruf bitten wir zu unterstützen und zu verbreiten. Auch Frieden kostet Geld – Der Ostermarsch wird durch Spenden finanziert:

Wir/ich unterstütze/n diesen Aufruf und beteilige/n uns/mich mit einer Spende an der Finanzierung

(Mindestbeitrag 10,- €, Organisationen und Initiativen 20,- €). Den Betrag werde/n ich/wir überweisen

auf das Konto der Friedens- und Zukunftswerkstatt bei der Frankfurter Sparkasse, IBAN DE20 5005

0201 0200 0813 90 – BIC: HELADEF1822 – Stichwort: Ostermarsch

E-mail: Frieden-und-Zukunft@t-online.de 

Aktuelle Infos im Internet unter www.frieden-und-zukunft.de

Pressemitteilung 09.02.2022

2 Jahre Hanau: Kein Vergeben, kein Vergessen!

11. Februar 2022

Am 19. Februar 2020 wurden 9 unschuldige Menschen durch ein rassistisches Attentat in Hanau aus ihrem Leben gerissen. Am 19. diesen Monats wiederholt sich der Jahrestag des Anschlages in Gedenken an Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Said Nesar Hashemi und Fatih Saraçoğlu zum zweiten Mal.

Auch nach zwei Jahren kämpfen die Opferangehörigen und die Überlebenden des Anschlags für Aufklärung und Konsequenzen. Nur durch die unermüdlichen Recherchen, Anzeigen und die wirksame Öffentlichkeitsarbeit der Initiative 19. Februar und der Opferangehörigen, konnte eine teilweise Aufklärung bereits erfolgen.

Es ist erschütternd, dass das offizielle Ermittlungsverfahren, trotz der neu gewonnenen Erkenntnisse eingestellt wurde. Die Behörden halten an der Theorie eines Einzeltäters weiterhin fest, obwohl uns zahlreiche rechtsterroristische Anschläge bereits gezeigt haben, dass die Täter nie alleine sind.

Auch anhand der Ermittlungen wegen der mangelhaft besetzten Notrufzentrale lässt sich erkennen, dass die Behörden nicht an einer Aufklärung und sich daraus ableitenden Konsequenzen interessiert sind. Nicht zuletzt macht der Umgang des hessischen Innenministers Beuth und dem Ministerpräsidenten Bouffier mit den Familien der Opfer wieder deutlich, dass der Kampf gegen rassistische und rechtsterroristische Strukturen nicht im Interesse der hessischen Regierung liegt. So blockiert die schwarz-grüne Regierung auch die Aufklärung des Mordes an Walter Lübcke sowie die Freigabe der NSU-Akten.

Wir solidarisieren uns und kämpfen Seite an Seite mit den Überlebenden und Angehörigen, wir solidarisieren uns mit ihren Forderungen. Wir stehen gemeinsam im Kampf gegen Rassismus!

Rassismus ist strukturell in der Gesellschaft verankert und allgegenwärtig. Er begegnet uns in der Schule, im Betrieb, in der Uni, in unserer Freizeit oder auf dem Arbeitsmarkt. 

Wir wollen gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus, Faschismus und rechte Hetze setzen.

Deswegen rufen wir alle Menschen dazu auf am 18. sowie 19. mit uns auf die Straße zu gehen.

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