Online-Veranstaltung der VVN-BdA mit einem Vortrag des Historikers und VVN-BdA Bundessprechers Dr. Ulrich Schneider

13. Januar 2023

Am Dienstag, 24.01.2023, von 19-21 Uhr

Zoom-Link: https://us06web.zoom.us/j/89364973163pwd=aFBpSUNMWmVobzBPZ2JLcWxmUkgrZz09
Meeting-ID: 893 6497 3163
Kenncode: 444168

Am 30. Januar 1933 ernannte der Reichpräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler und übertrug ihm damit die Führung einer Koalitionsregierung unter Einschluss der NSDAP. Damit war er einer der wichtigsten Wegbereiter des deutschen Faschismus. Was darauf folgte, wissen wir alle. Wer heute den Verbrechen der Nazis gedenkt, muss auch diesen verhängnisvollen Tag vor 90 Jahren mitdenken, denn die Erforschung von Ursachen und Herkunft des Faschismus sind notwendige Bestandteile jeder Erinnerungsarbeit.

Damit der Faschismus in Deutschland die Macht erhalten und diese im Laufe des Jahres 1933 festigen konnte, brauchte es dreierlei:

      – Steigbügelhalter von oben, die bereit und in der Lage waren, die Nazis mit finanziellen Mitteln auszustatten und in jene machtvollen Positionen zu hieven, die sie zur Durchsetzung ihres Herrschaftsanspruchs benötigten

        – Eine rechte Massenbewegung, die der Menschenverachtung der Nazis zustimmte und sich von ihrer Herrschaft eigene Vorteile versprach

      – Gewalt und Terror gegen politische Gegner*innen, um den organisierten Widerstand zu brechen und jede Opposition unmöglich zu machen

In unserer Online-Veranstaltung wollen wir uns anlässlich des 90. Jahres nach der faschistischen Machtübernahme in Deutschland den Fragen widmen: Wie konnte es zur Selbstaufgabe der Weimarer Republik kommen? Welche Weichen wurden bereits vor dem 30. Januar 1933 gestellt und was veranlasste konservative Politiker*innen, wirtschaftliche Eliten und führende Militärs dazu, auf Hitler zu setzen?

Gemeinsam diskutieren wir außerdem, wie wir unheilvollen Allianzen heute entgegentreten können.

Ulrich Schneider ist Historiker, Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer/ Bund der Antifaschisten (FIR) sowie seit vielen Jahren einer der Bundessprecher der VVN-BdA e.V. Außerdem ist er Autor des kürzlich erschienen Buches „Der Weg ins Dritte Reich – 1933. Analysen und Dokumente zur Errichtung der NS-Herrschaft“, ISBN 978-3-89438-794-5

Mehr Infos zum Thema: www.dasjahr1933.de

Wem wird wie gedacht? Plädoyer für eine Weltgedächtnis.

13. Januar 2023

Podiumsdiskussion zur Lage im Iran und der Revolution vor Ort

1. Dezember 2022

Kundgebung um 11 Uhr, Frankfurt a.M. Goetheplatz

18. November 2022

Es sprechen:

Musikalische Begleitung: Friedenslieder von Anne Duda (DFG-VK)

Es laden ein: Associazione Nazionale Partigiani d’Italia, sezione di Francoforte, attac, DFG-VK Frankfurt, Friedenstreff Rüsselsheim, IPPNW, Offenbacher Friedensinitiative, VVN-BdA

Edith Erbrich wird 85 Jahre alt 

1. November 2022

wir gratulieren herzlich !

Am 28. Oktober hat unser Mitglied Edith Erbrich ihren 85. Geburtstag gefeiert.

Sie überlebte als 8-jähriges Kind das KZ Theresienstadt, wohin sie mit ihrem jüdischen Vater und ihrer Schwester im Februar 1945 mit dem letzten Bahntransport von der Großmarkthalle in Frankfurt aus deportiert wurde. 

Edith erzählt als Zeitzeugin schon seit vielen Jahren ihre Geschichte in Schulen und auf Veranstaltungen. Sie tut es, wie sie sagt, auch für die, die ihre Geschichte nicht mehr erzählen können, weil sie ermordet wurden. Und sie will mit der Geschichte ihrer Verfolgung einen Beitrag gegen faschistische und Menschen verachtende Ideologien leisten – sie will zeigen, wohin es führt, wenn man die Rechten gewähren lässt.

In Frankfurt, wo sie mit ihrer Familie gelebt hat, ist am Gedenkort der des ehemaligen Deportationsorts Großmarkthalle eine kleine Brücke – der Edith-Erbrich-Steg – nach ihr benannt worden.

Wir sind froh und stolz darauf, dass Edith zu uns gehört und wir wünschen ihr für ihr neues Lebensjahr Gesundheit und viel Kraft für ihre wichtige Arbeit.

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